Das Flieder Volkshaus feierte am 5. September mit vielen Gästen sein 12. Jubiläum. Nur eine Woche später fand dort auch die Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes Die Heimat im Wartburgkreis mit Vorstandswahlen statt. Dabei wurde Patrick Wieschke einstimmig als Vorsitzender bestätigt. Er verkündete sogleich, dass der Generalbundesanwalt die Revision gegen das Jenaer Skandalurteil zurückgezogen hat.

Zwölf Jahre besteht das Flieder Volkshaus bereits und hat sich in dieser Zeit als feste Adresse für viele Eisenacher behauptet. Während sich der Niedergang deutscher Gastronomie in Eisenach sukzessive fortsetzt, wird in der Katharinenstraße bis heute ehrenamtlich ein regelmäßiges Angebot für Jung und Alt geboten. Am 5. September wurde das mit einem großen Familienprogramm bei bestem Wetter gefeiert. Am Abend fand noch eine gut besuchte Tanzveranstaltung statt. Hier trifft man besonders jene Nachtschwärmer, die früher in jenen Einrichtungen verkehrten, die es heute nicht mehr gibt oder die sich inzwischen in der Hand von Fremden befinden.

In seinem Rechenschaftsbericht zog der Kreisvorsitzende Wieschke eine überwiegend positive Bilanz. Das bundesweit einmalige Hausprojekt „Flieder Volkshaus“ steht finanziell auf gesunden Beinen, und die weitere Existenz ist bereits für lange Zeit gesichert. Ebenso kontinuierlich wird die Arbeit im Stadtrat Eisenach und im Kreistag des Wartburgkreises fortgesetzt. Die zurückliegenden 55 Prozesstage vor dem Jenaer Oberlandesgericht waren dennoch eine fordernde Zeit. Angeklagt waren Wieschke und andere hier aus rein politischen Motiven wegen angeblicher terroristischer Betätigung. Das OLG folgte dieser steilen These zwar nicht, schwurbelte aber dennoch ein aus Sicht Wieschkes ungerechtfertigtes Polit-Urteil zusammen. In der letzten Woche teilte der Generalbundesanwalt dann ohne jede Begründung mit, die Revision gegen Wieschke und seine Mitangeklagten zurückzuziehen. Offenbar ging in der obersten politischen Verfolgungsbehörde wenigstens hinsichtlich der Verschwörungstheorie von einer terroristischen Vereinigung ein Lichtlein auf. Wieschke und seine Mitangeklagten halten ihre Revisionen allerdings mit guten Argumenten nach wie vor aufrecht.

Bei den Wahlen zum neuen Kreisvorstand wurde Patrick Wieschke einstimmig als Kreisvorsitzender bestätigt. Ihm zur Seite stehen Robert Schmidt als Stellvertreter, Karsten Höhn, Alexander Neidlein und zwei weitere Beisitzer.

Den Festvortrag hielt der Berliner Politikwissenschaftler und Historiker Stefan Lux zum Thema „Der Antifaschismus als Mittel zur Etablierung einer Gewalt- und Willkürherrschaft“. Er skizzierte die gesamte Geschichte dieser antivölkischen und totalitären Ideologie von ihren Ursprüngen an. Für die Bundesrepublik konstatierte er, dass der unkritische Umgang mit dieser Ideologie dazu geführt habe, dass sie heute quer durch alle Gewalten des Staates maßgeblich sei. Da der Antifaschismus in seinem Wesenskern antivölkisch und somit antideutsch sei, sei schon hieraus eine Politik gegen die Lebensinteressen des eigenen Volkes zu erklären. Der Antifaschismus war dabei schon immer ein personelles Gemisch aus Gewalttätern, Kriminellen und Anarchisten. Aus dieser Gesamtschau erklären sich sowohl die grassierende physische Gewalt durch Antifaschisten als auch die institutionalisierte Gewalt durch Politik und Behörden gegenüber dem eigenen Volk.

Seit 1997 sind die Nationaldemokraten eine feste politische Größe in der Wartburgregion. Das wird auch so bleiben.